Irmimi
#22: Die jüngere und ältere Edda? Ein kleiner Crashkurs

#22: Die jüngere und ältere Edda? Ein kleiner Crashkurs

July 24, 2022

Wir kennen gemeinhin das altnordische Werk rund um Götter- und Heldenlieder,  genannt "Edda" – dabei gibt es nicht "diese eine" Edda, sondern eigentlich zwei, die teilweise und auch fälschlicherweise immer noch als jüngere und ältere bezeichnet werden. Spoiler: Ist mir auch passiert :) 

Deswegen schauen wir uns in Folge 22 mal an, warum die Bezeichnungen eigentlich nicht (mehr) so richtig korrekt sind, worum es in den Dingern geht und blicken auch auf einen der Autoren: Snorri Sturluson!

Links zur Episode

Literatur

  • Die Edda des Snorri Sturluson. Ausgewählt, übersetzt und kommentiert von Arnulf Krause. Bibliographisch aktualisierte Ausgabe. Philipp Reclam jun., Stuttgart 2017.
  • Simek, Rudolf: Die Edda. C.H. Beck, München 2007.

 

#12: Grammatik die Erste! Die isländische Fyrsta málfrœðiritgerðin als erste Beschäftigung mit volkssprachiger Grammatik

#12: Grammatik die Erste! Die isländische Fyrsta málfrœðiritgerðin als erste Beschäftigung mit volkssprachiger Grammatik

February 6, 2022

Back to the north! Und dort, um genau zu sein auf Island, gab es im 12. Jahrhundert den sogenannten "Ersten Grammatiker" und den ersten grammatischen Traktat. Obwohl es (auch volkssprachige) Grammatiken schon sehr früh in der Antike und auch im Frühmittelalter gab (man denke an den römischen Grammatiker rund Rhetoriker Donatus), beschäftigten sich diese aber vor allem mit der lateinischen Sprache. Was mit dem Ersten Grammatischen Traktat (Fyrsta málfrœðiritgerðin) dann passierte, war erstmals eine extrem umfangreiche Beschäftigung mit der Volkssprache in der Volkssprache in dem sonst so lateindominierten Europa. Zum Vergleich: in Deutschland erschien etwas Vergleichbares erst im 16. Jahrhundert mit der "Teutschen Grammatica" vol Valentin Ickelsamer. Und was diesen Traktat so außergewöhnlich ist und was für eine Rolle er auch für das moderne Isländisch spielt, erfährst du in Folge 12!

 

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#10: Das Íslendingabók – von selbstbewussten Autoren und isländischer Geschichtsschreibung

#10: Das Íslendingabók – von selbstbewussten Autoren und isländischer Geschichtsschreibung

January 9, 2022

Das Íslendingabók aus dem 12. Jahrhundert von Ari Þorgilsson beschreibt Islands Geschichte von der Landnahme im Jahr 874 bis ins Jahr 1118.

Das Besondere: Es wurde nicht etwa wie zu der Zeit üblich auf Latein geschrieben, sondern in der Volkssprache, womit Ari schon früh zu einer isländischen Identität beitrug. Auch zeichnet sich Ari als Autor insofern als besonders aus, als er entgegen mittelalterlicher Tradition nicht mit einem Demutstopos um sich wirft, mit dem vor allem Gott als Urheber hervorgehoben wird, sondern tritt als selbstbewusster Autor und Urheber seines Werkes auf. 

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Links zur Episode:

Isländische Datenbank zu historischen Dokumenten (Handrit.is)

Zur genealogischen Datenbank Islands

 

Literatur

Gropper, Stefanie: Es sannliga es sagt : die Íslendinggabók des Ari Þorgilsson inn fróði, in: Alessia Bauer und Alexandra Pesch: Beiträge zur europäischen Altertumskunde und mediävistischen Literaturwissenschaft (Festschrift für Wilhelm Heizmann), 2018, S. 67-80.

Wamhoff, Laura Sonja: Isländische Erinnerungskultur 1100-1300: Altnordische Historiographie und kulturelles Gedächtnis, Tübingen 2016.

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