
201.6K
Downloads
76
Episodes
Irgendwas mit Medien? Nein, irgendwas mit Mittelalter! IRMIMI erweckt mittelalterliche Handschriften und ihre Storys zum Leben. Denn sie erzählen uns, was war, und erlauben uns, in die Welt von damals einzutauchen und unsere vielleicht etwas besser zu verstehen. Denn Handschriften sind mehr als beige Fetzen!
Episodes

May 10, 2026
May 10, 2026
38 min
Das Lorscher Arzneibuch ist das älteste erhaltene medizinische Buch Deutschlands – geschrieben um 800 von Mönchen in einem hessischen Kloster, die nicht nur Rezepte sammelten, sondern die Medizin vor dem Christentum verteidigen mussten.
Wir schauen heute: Was steckt in den 482 Rezepten, warum brauchte ein Arzneibuch ein theologisches Vorwort und wie landet ein Buch aus Lorsch am Ende in Bamberg? UNESCO-Weltdokumentenerbe, mittelalterliche Käseschimmel-Therapie und ein Arzt, der vorher bezahlt werden will: alles dabei ;)
Viel Spaß beim Hören!
Eure Katrin
Lorscher Arzneibuch (Bamberg, Staatsbibl., Msc. Med. 1)
Links und Quellen
-
UNESCO / Staatsbibliothek Bamberg: Eintrag zum Weltdokumentenerbe „Lorscher Arzneibuch", online verfügbar (abgerufen 2025)
-
Stoll, Ulrich: Einleitung zur wissenschaftlichen Erschließung des Lorscher Arzneibuches, Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg, 1989
-
Fischer, Klaus-Dietrich: Aufsatz zur kritischen Auseinandersetzung mit den Thesen Gundolf Keils zum Lorscher Arzneibuch, 2010
-
Stoll, Ulrich / Keil, Gundolf (Übers.): Das Lorscher Arzneibuch. Übersetzung der Handschrift Msc. Med. 1 der Staatsbibliothek Bamberg. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 1989.
IRMIMI Links
- Komm in den IRMIMI Club "Das Skriptorium"!
- Melde dich hier für meinen Newsletter an!
- Ich freue mich auch über Sternchen auf Spotify :)
- IRMIMI ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei!
- Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"

Mar 8, 2026
Mar 8, 2026
36 min
Wann habt ihr zuletzt einen Brief geschrieben? Also so mit der Hand, mit Stift und so? ;)
Briefe schreiben klingt erstmal irgendwie nach Schulzeit, Karopapier und Brieffreundschaften. Aber im Mittelalter war ein Brief manchmal eine Waffe, manchmal ein Liebesbeweis und manchmal der Grund, warum man von Piraten gekapert wurde.
Lasst uns in die mittelalterliche Briefkultur schauen: Wer überhaupt schreiben konnte (Ihr wisst es sicher!), wie die ars dictaminis das Briefeschreiben zur Kunstform machte und was päpstliche Geheimdokumente mit dalmatinischen Piraten zu tun haben.
Und außerdem: Warum eure letzte Bewerbungs-E-Mail strukturell aus dem 12. Jahrhundert stammt …
Viel Spaß beim Hören!
Links und Quellen
-
Grażyna Kryszczuk: Briefe im Mittelalter / Listy średniowieczne, in: Annales Universitatis Mariae Curie-Skłodowska, Vol. XIX, Sectio FF, Lublin 2001.
-
Wolfgang Achnitz: [Rezension] Christine Wand-Wittkowski, Briefe im Mittelalter. Der deutschsprachige Brief als weltliche und religiöse Literatur. Herne 2000.
-
Klaus Herbers: Verlust – Veränderung – Ersatz: Beispiele der Briefpraxis im 9. Jahrhundert.
-
Roland Zingg: Grundsätzliche Überlegungen zu Briefen und Briefsammlungen des früheren Mittelalters bezüglich Quellengattung und Überlieferung.
IRMIMI Links
-
Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"
- Komm in den IRMIMI Mitgliederbereich "Das Skriptorium"!
-
Ich freue mich auch über Sternchen auf Spotify :)
-
IRMIMI ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei!

Nov 21, 2025
Nov 21, 2025
38 min
Hinweis: Diese Folge entsteht mit freundlicher Unterstützung des LWL‑Museums in der Kaiserpfalz. Meine Erfahrung und meine Meinung bleiben davon unberührt.
Wie und wo beginnt Westfalen?
In dieser besonderen Kooperationsfolge mit dem LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn geht es um ein einziges Wort in einem frühmittelalterlichen Dokument: Den Fränkischen Reichsannalen. Das Wort “uuestfalaos” ist der Beginn einer Region, ein Gefühl, ein Identitätsangebot. Im Oktober 2025 habe ich dazu die Ausstellung 775 Westfalen in Paderborn besucht und gefragt: Was bedeutet Westfalen heute? Wie entsteht eine Identität? Und wie erzählt man eine Geschichte, die nie klar angefangen hat?
Links
Zur Ausstellung 775 Westfalen
IRMIMI-Folgen zu den Sachsenkriegen
-
IRMIMI #65: Das Blutgericht von Verden
-
IRMIMI #19: Sachsengeschichte Widukind von Corvey
-
IRMIMI #2: Sächsisches Taufgelöbnis
IRMIMI Links
-
Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"
-
Ich freue mich auch über Sternchen auf Spotify :)
-
Feedback und Gedanken? Schreib gerne an hey@irgendwasmitmittelalter.de
-
IRMIMI ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei!

Nov 9, 2025
Nov 9, 2025
53 min
[WERBUNG] Mit meinem Code IRMIMI bekommst du 10 % auf alles bei HOLY! Meine Empfehlung – das Starterset Deluxe für alle, die ausprobieren wollen! Einfach hier klicken
00:00:00 Intro
00:00:35 Hausmeisterei
00:08:29 Sachsenhain mit Björn Hennecke
00:39:30 Kommentar von Hörer Mathias
Im Jahr 2022 sind der liebe Björn Hennecke (“Der Geschichtsler”) und ich zum Sachsenhain in Verden gefahren. Dort soll sich 782 das “Blutgericht von Verden” im Rahmen der Sachsenkriege Karls des Großen abgespielt haben, bei dem angeblich 4.500 Sachsen enthauptet worden sein sollen.
Die Nationalsozialisten haben dann in den 1930er Jahren einen “Gedenkort” errichtet - 4.500 Steine zieren so den Rundgang am Sachsenhain. Doch was hat das brutale Ereignis im Jahr 782 mit den Nationalsozialisten zu tun?
Dem gehen Björn als Neuzeithistoriker und ich als Mittelalterhistorikern auf den Grund und nehmen euch mit auf einen Spaziergang durch den Sachsenhain :)
Links
IRMIMI Links
-
Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"
- Komm in den Irmimi Club "Das Skriptorium"!
-
Ich freue mich auch über Sternchen auf Spotify :)
-
Feedback und Gedanken? Schreib gerne an hey@irgendwasmitmittelalter.de
-
IRMIMI ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei!

May 18, 2025
May 18, 2025
39 min
Was bedeutet es eigentlich, „fremd“ zu sein – und wer galt im Frühmittelalter als fremd? In dieser Folge werfe ich einen Blick in fränkische Handschriften und Quellen, um herauszufinden, wie das “Fremde” dort beschrieben, eingeordnet oder auch verurteilt wurde.
Dabei geht es nicht nur um Völkerwanderung und politische Interessen, sondern auch um Wahrnehmung, Macht und Selbstbilder. Denn Quellen sagen nicht nur etwas über die anderen aus, sondern auch über diejenigen, die sie verfasst haben.
Warum es wichtig ist, diese historischen Perspektiven zu kennen? Weil sie unseren eigenen Blick auf moderne Narrative und aktuelle „Quellen“ schärfen können. Geschichte ist nicht vorbei!
Links
- Digitalisat: Die fränkischen Reichsannalen
- Postkartensprüche: Für zwei Merch-Sprüche könnt ihr die dazugehörenden Folgen gerne noch mal nachhören:
- IRMIMI Folge 2: "Die Langobarden waren pflegeleichter"
- IRMIMI Folge 1: "Abrogans oder gar nicht":
Literatur
- MOHR, Andreas: Das Wissen über die Anderen. Zur Darstellung fremder Völker in den fränkischen Quellen der Karolingerzeit
Irmimi Links
Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"
Melde dich hier für meinen Newsletter an!
Komm in den Irmimi Club "Das Skriptorium"!
Ich freue mich auch über Sternchen auf Spotify :)
Feedback und Gedanken? Schreib gerne an hey@irgendwasmitmittelalter.de
Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei!

Apr 27, 2025
Apr 27, 2025
35 min
Was passiert, wenn ein karolingischer Theologe aus dem 09. Jahrhundert Theologie, Kunst und Machtkommunikation in einen einzigen Text presst?
Richtig: Es entstehen Figurengedichte, die nicht nur gelesen, sondern angeschaut, interpretiert und fast meditiert werden wollen.
In dieser Folge geht’s um den beeindruckenden Zyklus „De laudibus sanctae crucis“ von Hrabanus Maurus:
- Warum sieht Jesus hier aus wie ein Buchstabenkunstwerk?
- Warum bekommt Kaiser Ludwig der Fromme ein persönliches Figurengedicht?
- Und was haben Bilder, Schrift und mittelalterliche Medienpädagogik eigentlich miteinander zu tun?
Wir schauen uns die Figurengedichte im Kontext der karolingischen Bildungsreform an und was das mit dem Byzantischen Bildertstreit zu tun hat - und warum Hrabanus vielleicht einer der ersten war, der Wissen wirklich sichtbar machen wollte ...
Links
- Digitalisat: 1v-61r Hrabanus Maurus, In honorem sanctae crucis (Hrabanus Maurus, arciv. di Mainz, 780-856)
- Die Liste mit den Überlieferungen
- Irmimi-Folge 9 zur karolingischen Bildungsreform
Literatur
- ERNST, ULRICH. "Literaturbeziehungen zwischen Byzanz und dem Westen Das Figurengedicht als europäische Gattung im Spannungsfeld zweier Kulturen" Das Mittelalter, vol. 6, no. 2, 2001, pp. 61-82. https://doi.org/10.1524/mial.2001.6.2.61
- Gilbert, Richard et al.: Hraban Maur, On honouring parents. 834, 2022.
- Glaser, Oliver: Das erste Figurengedicht des Rabanus Maurus im Kontext des karolingischen Bild- und Christusdiskurses, 2014.
Irmimi Links
Musik: Gates Of Glory" BY "Alexander Nakarada"
Melde dich hier für meinen Newsletter an!
Komm in den Irmimi Club "Das Skriptorium"!
Ich freue mich auch über Sternchen auf Spotify :)
Feedback und Gedanken? Schreib gerne an hey@irgendwasmitmittelalter.de
Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei!

May 29, 2022
May 29, 2022
40 min
Nicht nur als Individuum stellt man sich oft die Frage: "Woher komme ich eigentlich?" Diese Frage hat auch im (Früh-)Mittelalter Herrscherfamilien oder sogar ganze Stämme beschäftigt! Und dabei steht nicht nur die reine Befriedigung im Vordergrund, zu wissen, wo man herkommt – sondern auch politische Gründe, die vor allem mit Legimitation und Identität zusammenspielen. Die Sachsengeschichte Widukinds von Corvey (Res gestae Saxonicae) ist ein Beispiel dafür, wie man die Herkunft des eigenen Stammes beschreiben kann und welche Bedeutung das für ein Herrschergeschlecht hat. Teil nicht nur seines Werkes ist dabei die sogenannte Origo gentis, also die Herkunftsgeschichte, in diesem Fall der Sachsen. In dieser Folge schauen wir uns die Funktionen dieser Herkunftsgeschichten an.
- Melde dich hier für meinen Newsletter an..
- Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen.
- Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei!
Links zur Episode:
- Folge 2: Sächsisches Taufgelöbnis
- Folge 4 : Vita Karoli Magni als Beispiel für Quellenkritik
- Bibelmuseum in Münster
Literatur:
- Plassmann, Alheydis: Origo gentis. Identitäts‐ und Legitimitätsstiftung in früh‐ und
hochmittelalterlichen Herkunftserzählungen, Berlin 2006. - Ralfs Buch "Gründungsmythen des Nationalismus"

Dec 6, 2021
Dec 6, 2021
33 min
In Folge 9 geht es um den Beginn der Schriftlichkeit, wie wir sie aus dem Mittelalter kennen ;) Wann hat man also angefangen, Handschriften so zu produzieren, wie wir sie kennen? Karl der Große spielt hier eine wesentliche Rolle, vor allem im Zuge seiner sogenannten karolingischen Bildungsreform, die auch heute noch spürbar ist. Dazu hat er sogar eine eigene Schriftart kreieren lassen, die das Lesen erleichtern und Kultur und Bildung umfassend fördern sollte.
- Melde dich hier für meinen Newsletter an..
- Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen.
- Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei!
Links zur Episode
- Die Folge von Déjá-vu-Geschichte (Ralf Grabuschnig) über Nikolaus von Myra
- Interview des Goethe Instituts mit Historiker Johannes Fried
- Zu meinem Instagram-Kanal
- Zum Instagram-Kanal von Björn Hennecke (Der Geschichtsler)
Literatur:
- Brunner, Horst: Geschichte der deutschen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Stuttgart: Reclam 1996. S. 23-29.
- Brunhölzl, Franz: Von Cassiodor bis zum Ausklang der karolingischen Erneuerung, in: Franz Brunhölzl (Hrsg.): Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters, erster Band, München 1996.

Sep 22, 2021
Sep 22, 2021
31 min
Quellenkritik und kritisches Denken sind wertvolle Werkzeuge – nicht nur für die Quellenarbeit im Geschichtsstudium, sondern für alles und vor allem für jede:n! Zumindest sollte es die Möglichkeit für jede:n geben, dieses Handwerk so früh wie möglich zu erlernen.
In dieser Folge möchte ich daher anhand der Vita Karoli Magni aus dem 9. Jahrhundert zeigen, warum das Hinterfragen von Informationen so unglaublich wichtig ist und wieso es auch und gerade heutzutage so unfassbar relevant ist!
- Melde dich hier für meinen Newsletter an.
- Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen.
- Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei!
Links zur Episode
- Mimikama (Verein mit dem Ziel der Aufklärung über Internetmissbrauch)
- Test zur Medienkompetenz
Handschriftenbestand
Quellen/Literatur
Einhard: Vita Karoli Magni / Das Leben Karls des Großen. Lateinisch/Deutsch Übers., Anm. und Nachw. von Evelyn Scherabon Firchow.
Begriff/Fun Fact zur Folge
Was ist eine Vita? Eine Vita ist eine Lebensbeschreibung antiker und mittelalterlicher Persönlichkeiten und Heiliger.
