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Irgendwas mit Medien? Nein, irgendwas mit Mittelalter! Irmimi erweckt mittelalterliche Handschriften und ihre Storys zum Leben. Denn sie erzählen uns, was war, und erlauben uns, in die Welt von damals einzutauchen und unsere vielleicht etwas besser zu verstehen. Denn Handschriften sind mehr als beige Fetzen!
Episodes

Sunday Mar 16, 2025
Sunday Mar 16, 2025
Die altslawische Nestorchronik, eine der ältesten schriftlichen Quellen über die Geschichte der Kiewer Rus, beinhaltet eine ganz besondere Geschichte: einen Gründungsmythos der Kiewer Rus. Gemeinsam mit dem Experten Ralf Grabuschnig ordne ich diesen mittelalterlichen Text historisch ein und wir besprechen seine Bedeutung für das Verständnis slawischer Geschichte – und heutiger Ereignisse …
Wir sprechen über den Gründungsmythos, den die Nestorchronik erzählt, und darüber, wie Geschichte von verschiedenen politischen Akteuren genutzt – und manchmal sogar instrumentalisiert – wird. Besonders spannend ist der Bezug zur aktuellen politischen Lage: Welche Narrative zur Kiewer Rus werden heute von Russland und der Ukraine beansprucht?
Ein ziemlich spannender Einblick in die mittelalterliche Welt der Slawen, der auch zeigt, wie historische Texte bis in die Gegenwart hineinwirken.
Links
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Ralfs Podcast Déjà-vu Geschichte mit seiner Serie zu Gründungsmythen des Nationalismus
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Literatur
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Die Nestorchronik: die altrussische Chronik, zugeschrieben dem Mönch des Kiever Höhlenklosters Nestor, in der Redaktion des Abtes Sil'vestr aus dem Jahre 1116, rekonstruiert nach den Handschriften Lavrent'evskaja, Radzivilovskaja, Akademiceskaja, Troickaja, Ipat'evskaja und Chlebnikovskaja, Hrsg.: Müller, Ludolf, München 2001.
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Ludolf Müller: Nestorchronik. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Band 21: Naualia – Østfold. Herausgegeben von Heinrich Beck. 2. völlig neu bearbeitete und stark erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2002, S. 94–100.
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Schramm, Gottfried: Nestorchronik. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Band 21: Naualia – Østfold. Herausgegeben von Heinrich Beck. 2. völlig neu bearbeitete und stark erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2002, S. 100–103.
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Sunday Mar 02, 2025
Sunday Mar 02, 2025
Wahlen gab es schon im Mittelalter - klingt demokratisch? Geht so! Auch wenn es Überschneidungen gibt, sind Wahlen im Mittelalter etwas komplett anderes als unsere Wahlen heute. Vor 1356 waren diese Wahlen vor allem eins: chaotisch! Dem wollte Karl IV ein Ende machen und gab die Goldene Bulle in Auftrag, die etwas Ordnung reinbringen sollte.
Um auch angesichts der Bundestagswahlen 2025 eben über das Thema Wahlen zu sprechen, habe ich mir Unterstützung geholt: und zwar vom lieben Björn Hennecke! Viel Spaß beim Hören meine Lieben!
Links
Literatur
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Die Goldene Bulle: Politik – Wahrnehmung – Rezeption, Band 1: Hrsg: Ulrike Hohensee, Mathias Lawo, Michael Lindner, Michael Menzel, Olaf B. Rader.
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Sunday Feb 02, 2025
Sunday Feb 02, 2025
In dieser Episode besuchen wir das mittelalterliche Weltbild, das auf der berühmten Ebstorfer Weltkarte festgehalten wurde. Was macht diese Karte so besonders? Sie ist weit mehr als nur eine geographische Darstellung! Die Ebstorfer Weltkarte vereint Geschichte, Religion, Mythos und geographisches Wissen auf einem einzigen Pergament – und gibt uns einen einzigartigen Einblick in die Denkweise des Mittelalters.
Wir schauen uns an, wie die Karte nicht nur die geographische Welt der damaligen Zeit zeigt, sondern auch als didaktisches Werkzeug im Kloster Ebstorf genutzt wurde. Sie verband religiöse Geschichten, historische Ereignisse und das christliche Weltbild und diente dazu, den Gläubigen den Platz der Menschheit im Universum zu erklären.
Links
Literatur
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Wilke, Jürgen: Die Ebstorfer Weltkarte, Bielefeld 2001
Kugler, Hartmut: Die Ebstorfer Weltkarte: Kommentierte Neuausgabe in zwei Bänden. Band I: Atlas. Band II: Untersuchungen und Kommentar, 2007.
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Wolf, Beat: Jerusalem und Rom: Mitte, Nabel - Zentrum, Haupt die Metaphern "Umbilicus mundi" und "Caput mundi" in den Weltbildern der Antike und des Abendlands bis in die Zeit der Ebstorfer Weltkarte, 2010.
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Sunday Dec 15, 2024
Sunday Dec 15, 2024
In dieser Folge nehme ich euch mit in die faszinierende Welt der mittelalterlichen Klöster und ihrer Bedeutung für den Wissenstransfer. Mein Besuch im Diözesanmuseum Paderborn zur Sonderausstellung “Corvey und das Erbe der Antike” hat mich inspiriert, genauer über die Weitergabe von Wissen im Mittelalter zu sprechen.
Wie haben Klöster das Wissen der Antike bewahrt? Warum ist das Mittelalter viel fortschrittlicher, als wir oft denken? Und welche Rolle spielen Handschriften – wie etwa die berühmten Annales von Tacitus – dabei, dass wir heute überhaupt so viel über die Vergangenheit wissen? Wir erfahren auch, warum Kontext – damals wie heute – so entscheidend ist, um die Welt zu verstehen.
Links
- Zur Website der Ausstellung "Corvey und das Erbe der Antike"
- Irmimi-Folge zu Tacitus' Germania
- Die Folge zur Ausstellung von Déjà-vu Geschichte
- Die Folge zur Ausstellung von Ecke Hansaring
Literatur
- Corvey und das Erbe der Antike. Kaiser, Klöster und Kulturtransfer im Mittelalter, Ausstellungskatalog, Diözesanmuseum Paderborn 2024.
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Sunday Nov 10, 2024
Sunday Nov 10, 2024
Das Nibelungenlied ist mehr als nur ein mittelalterliches Epos – es hat eine lange Geschichte voller Auf und Ab und feierte sogar mal ein spektakuläres Comeback! In dieser Episode werfen wir einen Blick auf die Reise dieses Meisterwerks: Von den mysteriösen Ursprüngen und der fast 250-jährigen „Pause“, in der das Nibelungenlied fast vergessen wurde, bis hin zu seiner Wiederentdeckung durch die wertvollen Handschriften des 13. Jahrhunderts.
Warum ist das Nibelungenlied heute noch ein Klassiker? Was macht es so relevant für die moderne Welt? Das Nibelungenlied lebt nicht nur in Opern und Literatur weiter, sondern hat auch kulturelle und historische Wellen geschlagen, die bis heute zu spüren sind.
Links
- Digitalisat Handschrift C
- Handschrift C im Handschriftencensus
- Die Welt der Nibelungen online im Badischen Landesmuseum
- Gründungsmythen des Nationalismus von Ralf (Déjà-vu Geschichte)
- Zusammenfassung Nibelungenlied
Literatur
- Müller, Jan Dirk: Das Nibelungenlied, Berlin 2002.
- Schulze, Ursula: Nibelungenlied (und Klage)in: Lexikon des Mittelalters Band VI, Spalte 1120 ff.
- Hübner, Gert: Ältere Deutsche Literatur. Eine Einführung, 3. Aufl., 2023.
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Sunday Oct 27, 2024
#52: Der Codex Gigas – ein Pakt mit dem Teufel? (Halloween Snack)
Sunday Oct 27, 2024
Sunday Oct 27, 2024
Halloween naht, und damit ihr richtig in Stimmung kommt, habe ich ein kleines Halloween-Special aufgenommen!
Es soll um eine gruselige Legende gehen, die rund um den sogenannten Codex Gigas (13. Jhd.) entstanden ist. Diese “Teufelsbibel” soll ein Mönch in nur einer Nacht geschrieben haben. Die Dicke des Buches sagt: nein, das kann nicht sein. Also musste schnell die Hilfe des Teufels her …
Links und Literatur
- Zum Digitalisat des Codex Gigas
- Der Codex Gigas auf den Seiten der schwedischen Nationalbibliothek
- Mehr über Zauberei habe ich in Folge #26 für euch!
- Sound Effect: Pixabay
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Tuesday Oct 15, 2024
Tuesday Oct 15, 2024
Ein neues Paar Tischreden für euch! Zusammen mit Nicolas von Methodisch inkorrekt spreche ich in dieser Folge über den sogenannten Ahnenschwund.
Und dafür bringe ich ein besonderes historisches Beispiel an, und zwar die Familie mit dem … besonderen Gesichtsausdruck: die guten alten Habsburger! Was deren Heiratspolitik mit Ahnenschwund genau zu tun hat, und was für eine Mathematik (danke, Nicolas!!) dahintersteckt, erfahrt ihr in der Folge, bei den Tischreden VII :)
PS: Der Folgentitel “Mein Stammbaum ist ein Kreis” entsprang nicht meinem Köpfchen, sondern ist der Titel eines Songs der Band Knasterbart :)
Links zur Folge
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Das komplette Gespräch zwischen Nicolas und mir gibt es in der Minkorrekt-Folge Mi318
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Die Tabelle aus dem Wikipedia-Artikel findet ihr hier.
- Zu Ralfs Geschichtsclub gelangt ihr hier.
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Sunday Sep 22, 2024
#50: Irmiläum! 50 Folgen und 3 Jahre alt! Eine Spezialfolge :)
Sunday Sep 22, 2024
Sunday Sep 22, 2024
Endlich: die Folge zu 50 Folgen und 3 Jahren Irmimi ist da. Die Folge war größtenteils eine Überraschung für mich - denn der liebe Björn hat mich einfach mal interviewt :) Wenige Fragen kannte ich vorab, aber die meisten habe ich dann erst “vor Ort” das erste Mal gehört :)
Es ist mal etwas anderes vom Format her- ich hoffe sehr, dass ihr auch bei dieser Spezialfolge Spaß habt!

Tuesday Jul 23, 2024
#49: Tischreden VII: Die Edda und ihre Rezeption - "Alles Nazi oder was?!"
Tuesday Jul 23, 2024
Tuesday Jul 23, 2024
Im Januar habe ich gemeinsam mit Ralf von Déjà-vu Geschichte ein spannendes Gespräch geführt. Über die Edda! Oder vielmehr über die Rezeption. Auch wenn ich es schade finde, dass im Germanen-Kontext die Nazis immer und immer eine Rolle spielen, ist es vielleicht gerade deswegen wichtig, noch und nöcher bis zur Unkenntlichkeit darüber zu sprechen. Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Hören!
Links und Literatur
- Digitalisat Codex Regius: https://handrit.is/manuscript/view/is/GKS04-2365/0#mode/2up
- Banghard, Karl: Nazis im Wolfspelz. Germanen und der Rechte Rand, 2016.
- Besuche gerne Ralf bei seinem Podcast Déjà-vu Geschichte
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Sunday Jul 07, 2024
#48: Oswald von Wolkenstein – spürst du das Tier an dir?
Sunday Jul 07, 2024
Sunday Jul 07, 2024
Heute bewege ich mich in für mich etwas fremde Gefilde: Oswald von Wolkenstein; Dichter, Liedermacher und Globetrotter. Wir schauen uns die wichtigsten Handschriften A und B an und tauchen ein in einen konkreten Text: in seinen Superhit "Ich spür ain Tier"!
Links
- Digitalisat: Ich spür ain tier
- Digitalisat Handschrift A Cod. 2777
- Digitalisat Handschrift B Cod. 2778
- PDF zum Aufsatz von M. Schumacher
- Mittelalter Digital
- Epochentrotter-Folge zu Oswald von Wolkenstein
Weitere Links aus der Folge
Literatur
- Bertolini, Paolo. *Oswald von Wolkenstein: Leben und Werk*. Böhlau Verlag, 2013.
- Kammerer, Christoph. *Die musikalischen Werke Oswalds von Wolkenstein*. Hans Schneider, 2006.
- Lieder und Gedichte aus den Codices B und A. *Edition der Österreichischen Nationalbibliothek*, Wien.
- Vossler, Karl. *Oswald von Wolkenstein: Eine literarhistorische Studie*. Fink Verlag, 2000.
- LexMa: Artikel Oswald v. Wolkenstein
- Schumacher, Meinolf: EIN KRANZ FÜR DEN TANZ UND EIN STRICH
- DURCH DIE RECHNUNG. Zu Oswald von Wolkenstein >Ich spür ain tier< (Kl 6)*, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur. Karin Donhauser, Klaus Grubmüller und Jan-Dirk Müller (Hrsg.): Band 123, Heft 2, 2001.
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