Irmimi
#27: Ein Zauberspruch-Template? Wie man mit vergangenen Ereignissen einem Pferdefuß in der Gegenwart helfen kann

#27: Ein Zauberspruch-Template? Wie man mit vergangenen Ereignissen einem Pferdefuß in der Gegenwart helfen kann

October 16, 2022

Effi Briest war gestern! In dieser Folge schauen wir uns mal die Struktur und den Aufbau eines Zauberspruches an! Aber keine Angst – das wird kein Deutschunterricht :) 

Vielmehr blicken wir auf die zweigliedrige Struktur der Merseburger Zaubersprüche und schauen uns an, wie man heidnisches Personal ganz einfach durch christliches ersetzt, um Pferdefüße oder auch Menschen zu heilen. Dafür nehmen wir nur ein vergangenes Ereignis und eine Beschwörungsformel – easy, oder? 

Links zur Episode 

Literatur

  • Richard Kieckhefer: Magie im Mittelalter
  • Verena Holzmann: «Ich beswer dich wurm vnd wyrmin...» Formen und Typen altdeutscher Zaubersprüche und Segen
  • Irmgard Hampp: Beschwörung, Segen, Gebet. Untersuchungen zum Zauberspruch aus dem Bereich der Volksheilkunde
  • Dieter Harmening: Wörterbuch des Aberglaubens
  • Wolfgang Beck: Die Merseburger Zaubersprüche. Eine Einführung.
  • Stephan Müller: Althochdeutsche Literatur. Eine kommentierte Anthologie. Zweisprachig. Übersetzt, herausgegeben und kommentiert von Stephan Müller, Reclam-Heft, Stuttgart 2007.

 

 

#26: Irmimi verhext! Was mittelalterliche Zaubersprüche sind und wie sie funktionieren

#26: Irmimi verhext! Was mittelalterliche Zaubersprüche sind und wie sie funktionieren

October 2, 2022

Harry Potter, Der Herr der Ringe und magische Tierwesen – der Bezug zu Magie im 21. Jahrhundert ist ein romantischer und verklärter. Wir lassen uns von Film und Fernsehen verzaubern und würden gerne selbst die Kunst der Magie beherrschen – die Sehnsucht wird durch die Medien verstärkt und wir tauchen ein in eine magische Welt abseits unseres Alltags. Doch kennen wir auch ein negatives Bild von Magie, etwa im Kontext der frühneuzeitlichen Inquisition und der Hexenprozesse. Dass es Magie im realen Leben gibt, etwa in Form von Zaubersprüchen, werden viele von uns erst einmal verneinen, verorten wir diese eben in der fiktionalen Welt oder in einer von Glauben und Aberglaube geprägten Vergangenheit. Doch gibt es durchaus „echte“ Magie. Besser gesagt, die schriftlich fixierten Zaubersprüche, die uns in historischen Quellen vorliegen! Und genau hier klingeln Irmimis Ohren :) 

Doch bevor wir uns in die Quellen stürzen, möchte ich mit dieser Auftakt-Folge ein paar Dinge rund um Zaubersprüche klären: Was ist ein Zauberspruch überhaupt? Wer hat sie ausgeführt? Und vor allem wie?  

Links zur Episode 

Forgotten Creatures 

Zeitschrift "Die Mark Brandenburg"

Folge 6 zum "Nekronomikon" :)

Literatur

  • Richard Kieckhefer: Magie im Mittelalter
  • Verena Holzmann: «Ich beswer dich wurm vnd wyrmin...» Formen und Typen altdeutscher Zaubersprüche und Segen
  • Irmgard Hampp: Beschwörung, Segen, Gebet. Untersuchungen zum Zauberspruch aus dem Bereich der Volksheilkunde
  • Dieter Harmening: Wörterbuch des Aberglaubens

 

#18: Nonnenklöster die Zweite! Handschriftenproduktion in mittelalterlichen Nonnenklöstern und religiöses Learning by Doing

#18: Nonnenklöster die Zweite! Handschriftenproduktion in mittelalterlichen Nonnenklöstern und religiöses Learning by Doing

May 15, 2022

„Nonnen im Mittelalter waren dumm“ – äh. Nein! Und das Gegenteil wird oft genug bewiesen, wenn man sich mit den mittelalterlichen Handschriften aus den Nonnenklöstern auseinandersetzt. 

Auch die Sammlung von Handschriften, die man vom 26.10.2021–30.01.2022 im Museum Schnütgen im Rahmen der Ausstellung „Von Frauenhand. Mittelalterliche Handschriften aus Kölner Sammlungen” bestaunen konnte, zeigt die Nonnen verschiedener Klöster als begabte und intelligente Produzentinnen. 

Ich habe mich im Januar auf zum Museum gemacht und war regelrecht berührt von diesen Schriftzeugen – was mich zu dieser Folge inspiriert hat! 

Links zur Episode:

 

#8: Wat steht da? Keine Angst vor Mittelhochdeutsch!

#8: Wat steht da? Keine Angst vor Mittelhochdeutsch!

November 22, 2021

In Folge 8 geht es um keine bestimmte Handschrift oder um eine bestimmte Story einer Handschrift – aber um die Sprache, die in den Dingern steckt!
Editionen, Kommentare und Fachliteratur machen uns zum Glück die Inhalte mittelalterlicher Handschriften zugänglich, damit wir leicht verstehen können, was da überhaupt drin steht! Doch ist es nicht auch spannend, sich mal selbst mit der mittelhochdeutschen Sprache und dem Geschriebenen in den Handschriften auseinandersetzen?
Ich sage: Jau! Denn Mittelhochdeutsch wirkt zwar wie eine Fremdsprache, doch ist sie einem vertrauter als man so meint – wenn man sich drauf einlässt ;)
Ich möchte euch in der Folge also dazu einladen, die Scheu abzulegen. Es handelt sich dabei nicht um einen Grammatik-Exkurs für das Mittelhochdeutsche, sondern vielmehr mehr um den Spaß, sich selbst an Handschriften zu wagen und diese vermeintlich fremde Sprache nicht als Hindernis oder Ausrede zu nehmen ;)

Links zur Episode

Literatur

  • Wegera, Klaus-Peter u.a.: Mittelhochdeutsch als fremde Sprache: Eine Einführung für das Studium der germanistischen Mediävistik.
  • Wegera, Klaus-Peter u.a.: Deutsch diachron: Eine Einführung in den Sprachwandel des Deutschen.
  • Hennig, Beate: Kleines Mittelhochdeutsches Wörterbuch.
#7: Verkehrte Welt – Fastnachtspiele im Spätmittelalter

#7: Verkehrte Welt – Fastnachtspiele im Spätmittelalter

November 9, 2021

In Folge 7 geht es passend zum Karnevalsbeginn diese Woche also um Fastnachtspiele des 15. und 16. Jahrhunderts! Als Mittelalter-Podcast schauen wir uns dabei das 15. Jahrhundert etwas genauer an, als konkretes Beispiel dann "Das Eggenziehen".

Links zur Episode: 

Literatur:

  • Fastnachtspiele des 15. und 16. Jahrhundert. Hrsg. von Dieter Wuttke. 4., bibliographisch ergänzte Auflage. Stuttgart 1989.
  • Fastnachtspiele. Weltliches Schauspiel in literarischen und kulturellen Kontexten. Hrsg. von Klaus Ridder, Tübingen 2009.

 

#6: Ein echtes Nekronomikon? Warum und wie man sich Dämonen zunutze machen kann!

#6: Ein echtes Nekronomikon? Warum und wie man sich Dämonen zunutze machen kann!

October 20, 2021

Um fliegende Throne, Leichenhosen und dienende Dämonen geht es in diesem frühzeitigen Irmimi-Halloween-Special!
Und hier erzähle ich dir etwas über das echte Nekronomikon! Das was? Naja, fast ... zumindest gibt es etwas Ähnliches wie ein Totenbuch, das im Mittelalter (15. Jhd.) entstanden ist: eine Handschrift mit dem nicht ganz gruseligen Titel "CLM 849". 

Und was es mit dieser spannenden Handschrift auf sich hat und wie man es schafft, die "Liebe" einer Frau zu gewinnen, erfährst du in dieser Folge!

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Links zur Episode

Die Handschrift CLM 849 im Handschriftencensus

Zum Digitalisat der CLM 849

Icelandic Museum of Sorcery & Witchcraft

 

Literatur

Kieckhefer, Richard: Forbidden Rites: A Necromancer’s Manual of the Fifteenth Century, Pennsylvania 1998.

Kieckhefer, Richard: Magie im Mittelalter, München 1992.

 

 

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